Heimatabend 16.1.2020:

Fotos als alte Zeitzeugnisse gesucht

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Heimatabend 16.1.2020: Beim Lesen, Foto: Winfried Möller

Die Überlassung wertvoller historischer Unterlagen aus dem Nachlass des damaligen in Wandersleben wohnenden Lehrers und Kantors Walther Heinze durch die Enkeltochter des Verfassers, Sigrun Kanngießer, sind für den Geschichts- und Heimatverein Wandersleben wertvolle Belege zur Ortsgeschichte. Darunter war u.a. auch ein Buchentwurf mit Mundartgeschichten aus dem Alltagsleben in Wandersleben, die sich vor vielen Jahrzehnten ereigneten.

Um die Mundartgeschichten vorzustellen hatte der Heimatverein am 16. Januar zu einem Heimatabend im Sportlerheim eingeladen. Viele Wanderslebener, die Enkeltochter des Verfassers, Sigrun Kanngießer, das Mitglied des Landtages, Jörg Kellner, der Bürgermeister der Gemeinde Drei Gleichen Jens Leffler, der Ortschaftsbürgermeister Sven Dahmen, ehemalige Wanderslebener und weitere Gäste waren gekommen
Der Vereinsvorsitzende Reinhold Hochheim schilderte die Bemühungen um das Buch zu veröffentlichen und bat den gebürtigen Wanderslebener Jürgen Postel die Gestaltung zu übernehmen. Er hatte die Idee den Geschichten alte historische Bilder zuzuordnen.
Jürgen Postel gab an diesem Abend einige Geschichten in Mundart wieder. Bei den fast zwanzig Geschichten hatten alle Anwesenden großen Spaß. Großes Gelächter brachten die Geschichten: von den Spitznamen, die Diskussion in der Ratssitzung zum Neubau der Großen Brücke nach dem ersten Weltkrieg, bei der die Meinungen des Ober-, Mittel- und Unterdorfes weit auseinandergingen, beim Schlachtfest u.a..

Dank gebührt dem Sportverein als Gastgeber und allen Spendern für den ersten Grundstock für den Druck des Buches
Der Vereinsvorsitzende bat die Anwesenden nochmals in alten Fotokisten zu kramen, um weitere Geschichten mit alten Bildern verbinden zu können. Konkret sucht der Heimatverein noch Fotos,

  • die bei einer Kaffeetafel,
  • am Herd in der Küche oder
  • in der Familie beim Fernsehen

entstanden.

Gesucht sind ebenfalls Wanderslebener, die mit den Geschichten wieder die Thüringer Mundart pflegen und bei der Aufführung eines ebenfalls von Heinze hinterlassenes Theaterstück unter dem Titel: „Der Schelm von Wandersleben“ mitmachen würden.

Mit einem vierstimmigen Lied, das Walter Heinze vor rund einhundert Jahren in Text und Noten gefasst hatte, leiteten Kathleen Römer, Janet und Jan Sheper und Beatrice Kaiser, Mitglieder des Adjuvantenchores den Heimatabend ein.

veröffentlicht von Marko Meister am 17.01.2020


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